Dienstag, 8. Dezember 2015

Krank

Autoren: Wrath James White & Jesus F. Gonzalez
Verlag: Festa (Festa Extrem Band Nr.16)
Preis: 4,99 €
Format: E-Book
Seiten: 152
Bewertung:

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Kurzbeschreibung:
Ihr ganzes Leben hat sich Adelle Smith für die Bürgerrechte eingesetzt. Dafür wird sie mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet und erleidet genau an diesem Tag einen Schlaganfall, der sie halbseitig lähmt und ihre Sprachfähigkeit komplett einschränkt. Doch der wahre Alptraum beginnt erst als sie Bekanntschaft mit ihrer Pflegerin Natsinet macht. Diese will Adelle nicht helfen, sondern nutzt die Hilflosigkeit der alten Dame aus, um sie zu foltern. Nun braucht Adelle selbst Hilfe...

Bild vom E-Book Cover
Krank von Wrath James White und Jesus F. Gonzalez
*Dieses Buch enthält sehr gewältige und brutale Szenen, die für Leser unter 18 Jahren oder mit schwachen Magen nicht geeignet sind!


Meine Meinung zum Buch:
Schon als ich das erste Mal das grandiose Cover zu Krank gesehen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Auch die Inhaltsangabe klang für mich nach extremen Horror, der mich womöglich an meine Grenzen bringen würde. Ich fühlte mich leicht an Stephen Kings Misery erinnert und hoffte, dass das Autorenduo die Thematik auf ein anderes Level bringen würde. Was ich bekam, war eine Überraschung: mehr Story als Extrem-Horror. Ob dies nun positiv oder negativ zu bewerten ist, bleibt natürlich jedem Leser selbst überlassen.

In Krank gibt es drei Abschnitte: einmal den Prolog, der einen grandiosen Einstieg in die Geschichte schafft. Dann die Hauptgeschichte und zum Schluss den Epilog. 

Der Prolog: Wir erhalten einen kurzen Einblick und Ausblick in Natsinets Leben als Krankenschwester der Intensivstation. Schon hier wird deutlich, dass Natsinet keine "normale" Krankenschwester ist. 

Die Hauptgeschichte: Wir lernen Adelle Smith kennen und erfahren so einiges über ihre Jugend, ihren Wertvorstellungen und ihren Kampf für die Bürgerrechte der Afroamerikaner. Es wird schnell deutlich, dass White und Gonzalez mehr als nur einen "Folter-Roman" schreiben wollen. Sie lassen sich Zeit, um den Charakteren eine gewisse Tiefe zu geben und den Leser in die Thematik der Rassenkämpfe einzuführen. Das dauert bis Kapitel 7 und dann beginnt Natsinet mit der Pflege von Adelle. Die Horrorelemente werden gezielt eingesetzt und überstrapazieren den Leser dadurch nicht. Bei 152 Seiten kommt es schnell zum Showdown. Das Ende fällt relativ mau aus. 

Der Epilog: Tja, schön geschrieben, aber für einen Extrem Band dann doch zu versönlich.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, jedoch fand ich Natsinet ab Mitte des Buches ziemlich anstrengend und nervig. Ihre ständigen, wirren Monologe waren repetitiv und etwas zu klischeehaft. Natürlich waren auch ein paar Logikfehler drin, die ich aber nicht bewerte. Natsinets fehlendes Mitgefühl macht sie zur perfekten Soziopatin. Somit war es für mich auch nicht entscheidend, eine Antwort für ihr Verhalten zu bekommen, obwohl die beiden Autoren dem Leser durchaus Gründe präsentieren wollen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen wie man es von Festa gewohnt ist. 
Da mir das Ende nicht gefallen hat und es Passagen gab, die sich für meinen Geschmack zu oft wiederholt haben, vergebe ich gute 3,5 von 5 Mündern.

Fazit: Eine gute Geschichte, die den Leser mit einer schwierigen und aktuellen Thematik konfrontieren will. Fraglich ist nur, ob es jedem Extrem-Leser gefallen wird. Wer aber mehr Geschichte anstatt reinen Splatter und Gore haben will, ist mit Krank gut beraten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Kommentare:

  1. Hört sich ja vom Aufbau der Geschichte eins zu eins wie Der Totenerwecker von White an. Einführung des Antagonisten, wechsel zum Protagonisten und ab der Hälfte wird dann gemetzelt.
    Ich mag zwar Geschichte, ich denke aber, dass mir diese nicht gefallen würde.
    Schöne Rezension. :-)

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  2. Hört sich ja vom Aufbau der Geschichte eins zu eins wie Der Totenerwecker von White an. Einführung des Antagonisten, wechsel zum Protagonisten und ab der Hälfte wird dann gemetzelt.
    Ich mag zwar Geschichte, ich denke aber, dass mir diese nicht gefallen würde.
    Schöne Rezension. :-)

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    1. Danke dir, liebe Chrissie.
      Ja, das Buch ist kein "Must-read". Da gibt es definitv besseres.

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